Patchworkdecke: Fortschritt #1

Zwischen all den UFOs nähe ich ab und zu auch an meinem Langzeitprojekt weiter.

Der Zwischenstand lautet:
356 von 604 benötigten Sechsecken habe ich,
226 davon sind bereits zusammengenäht.

Nun muss ich auf die nächsten Stoffreste warten, um weitere Hexagone herstellen zu können. Bis dahin heisst es: Mehr Zusammennähen!

Aus den einzelnen Hexagonen nähe ich vorerst Teilstücke, die dann später zusammengesetzt werden. Der Grund dafür: Ich nähe gerne auf Zugreisen am Patchwork, da wäre es doch ziemlich umständlich und unpraktisch, stets das ganze Werkstück mitzuschleppen.

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Getrödelt, Gefunden, Gefreut! #1

Jedes Jahr einmal findet in der Berner Altstadt der „Vide Grenier“ statt. Von diesem Markt komme ich nie mit leeren Händen nach Hause, dieses Jahr war keine Ausnahme.

Meine Knopfsammlung hat Zuwachs erhalten: Farblose Glasknöpfe mit eingearbeitetem stilisiertem Blütenmuster sowie bunt-transparente Kunststoffknöpfchen in einer Schalenform. Von der Seite betrachtet sehen die wirklich aus wie winzig kleine Schälchen (weshalb muss ich nun an Puppenstubengeschirr denken?).

Dann hab ich noch zwei Paar gehäkelte Frühlings-/Sommerhandschuhe gefunden. Die schwarzen Handschuhe sind besonders hübsch, der Handrücken ist in einem Blumenmuster gearbeitet.

Die dunkelrote Häkeltasche werde ich mit einem Innenfutter aus Stoff versehen, ich mag es nicht, wenn der Tascheninhalt bei den Löchern im Häkelmuster durchpiekst.

Weitere „Beutestücke“ sind diverse alte Postkarten, die meisten mit herrlich kitschigen Motiven aus den 1910er-Jahren. Die auf dem Foto zuvorderst liegende Karte wurde 1950 versendet und zeigt die Stadt Thun.

Das Handarbeitsthema meines Einkaufs schlägt sich auch in den beiden Heften mit Anleitungen für Zierstiche und einem kleinen bestickten Deckchen nieder. Das Heft mit der Dame auf dem Einband ist von 1890, beim gepunkteten Heft steht leider kein Datum drin. Vom Aussehen des Hefts her würde ich auf 1950er tippen.

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Schau doch auch mal beim beswingten Allerlei vorbei, dort gibt es noch mehr Flohmarktfunde zu sehen.

UFO Nr. 3: Pünktchenkleid

Gleich im Vornherein entschuldige ich mich für die nicht ganz so berauschende Qualität der Bilder in diesem Beitrag, sie wurden mit der Mobiltelefon-Kamera aufgenommen.

puenktchenblau04Das dritte UFO aus meinem Stapel ist abgearbeitet, ein Pünktchenkleid nach – wen wundert’s – meinem Lieblingsschnitt von Wearing History. Diese Schnitte sind einfach wunderbar zu verarbeiten und haben auch sehr ausführliche Anleitungen mit dabei. Das kann man gar nicht oft genug sagen, finde ich.

Den Stoff hatte ich mal auf dem holländischen Stoffmarkt in Freiburg i.Br. gekauft. Er gefiel mir so gut, dass ich ihn gleich in zwei Farben haben musste, in braun und eben in blau, beide mit weissen Punkten. Aus dem braunen Stoff soll mal eine Bluse werden, irgendwann.

Der Schnitt von Wearing History ist für ein ärmelloses Kleid. Ich wollte jedoch ein Kurzarmkleidchen haben, also hab ich selbst einen Ärmelschnitt dazu erstellt. Am Taillenteil und an den Ärmeln habe ich das Kleid mit weissen Paspeln versehen. Der Schnitt empfiehlt bei den Dekorationsmöglichkeiten zwar Zickzackborte und Ähnliches, das fand ich zu meinem Pünktchenstoff aber nicht passend, Paspeln sind da besser. Geschlossen wird das Kleid vorne mit Druckknöpfen, über denen Zierknöpfe aus Glas angebracht sind. Seitlich ist noch ein Reissverschluss drin. Die Glasknöpfe sind alt, hab ich mal auf einem Flohmarkt gekauft. Ich kann an Knöpfen nie vorübergehen; an Flohmarktständen, die alte Knöpfe haben, bleib ich garantiert länger stehen. Deshalb vergrössert sich meine Knopfsammlung auch stetig…

puenktchenblau03Eine Eigenheit meiner selbstgenähten Kleider sind die Saumbänder. Ich mag es da gern etwas „spezieller“, unifarbene Bänder finde ich langweilig. Hier hab ich ein rotes Band im Massband-Look genommen, ist es nicht niedlich?!

Diese Bänder kaufe ich genau wie die Knöpfe auch immer und überall, wo mir ein hübsches, saumbandgeeignetes Etwas vor die Nase gerät. Dementsprechend verfüge ich auch hier über eine ansehnliche Sammlung.

 

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Gestern Abend konnte ich das soeben fertiggestellte Kleid auch schon ausführen. Ich hab mich darin sehr wohl gefühlt, das wird wohl eins meiner am häufigsten getragenen Kleider werden.