Nähkästchen

nähkästchenAus fad und leer mach bunt und gefüllt. Oder so.

Diese Pappschachtel hatte ich schon eine Weile im Schrank rumstehen und nun hab ich daraus ein kleines Nähkästchen gemacht. Alle darin verarbeiteten „Zutaten“ stammen aus meinem Fundus, sogar der Stoffberg wurde um eine Winzigkeit verkleinert.

Ich habe die Schachtel mit bedrucktem Papier aus dem Museumsshop des historischen Museums Basel eingefasst und die Innenseite mit blauem Filz ausgekleidet. Dank Sprühkleber ging die Verarbeitung auch flott voran, denn der erspart einem recht viel Wartezeit durch sein schnelles Trocknen. Befüllt habe ich das Kästchen mit einer Näh-Grundausstattung inklusive Nadelrolle und Stecknadelkissen, für die ich Stoffreste verarbeitet habe.

Hm, ich hab noch ein weiteres „nacktes“ Pappkästchen im Schrank… mal überlegen, womit ich dieses verzieren könnte. Yep, der Basteltrieb meldet sich grad deutlich. 😉

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Getrödelt, Gefunden, Gefreut! #2

In dieser Ausgabe von „Getrödelt, Gefunden, Gefreut!“ zeige ich zwei meiner Fundstücke von der 20. Thuner Brocante, welche im Februar dieses Jahres stattfand.

getroedelt02-01Ich habe mich riesig darüber gefreut, endlich einen zivilen Essenträger (auf Schweizerisch „Gamelle“) zu finden. Die militärische Version kriegt man an allen Ecken und Enden, aber zivil, und dann auch noch in einem so guten Zustand, das ist schon schwieriger. Die Emaillierung des Stückes ist noch wunderbar in Schuss, einzig am Deckel sind dort ein paar Kratzer, wo die Deckelhalter zuschnappen. Ich hab keine Ahnung, von wann das gute Stück datiert, denn es ist leider ohne jegliche Markierung, die man recherchieren könnte. Da ist nichts, absolut nichts. Schade. Die Form und Farbgebung passt aber durchaus in die 1930er/1940er-Jahre, so dass ich dieses Geschirr meiner zivilen Living-History-Ausrüstung hinzufügen werde.

getroedelt02-02Beim zweiten Fundstück müsste man eigentlich in Mehrzahl sprechen, denn es handelt sich um ein kleines Rudel Gürtelschnallen aus Perlmutt, Kunststoff und Metall mit Strass-Steinchen.

In dem kleinen Schächtelchen, das mit auf dem Bild ist, waren die Schnallen zum Verkauf ausgestellt. Die Verkäuferin hat ganz schön erstaunt geguckt, als ich ihr als Antwort auf die Frage „Welche möchten Sie denn?“ das Schächtelchen in die Hand drückte und dazu „Alle!“ kommentierte. Als ich ihr dann erzählte, dass die Teile bei mir nicht nur in der Vitrine liegen sondern verarbeitet und benutzt werden, war sie sehr erfreut; anscheinend kriegt sie sowas nicht oft zu hören.

Ich schätze die Schnallen auf ca. 1900 bis 1940er-Jahre, die Perlmuttschnallen sind zum Teil handgeschnitzt. Die Strass-Schnalle mit den drei Dornen kommt einem Verschluss für Herrenhalstücher des 18. Jahrhunderts sehr nahe, die werde ich mal noch näher unter die Lupe nehmen müssen um rauszufinden, wie alt sie ist. Ich tippe aber auch hier eher auf 1900 als 1780.

getroedelt02-03Zum Schluss folgt nun noch ein Tragebild der schwarzen Handschuhe aus „Getrödelt, Gefunden, Gefreut!“ #1, speziell für das beswingte Fräulein (und natürlich auch alle anderen Interessierten).

Beim beswingten Allerlei gibt es noch mehr hübsche Flohmarktfunde zu bestaunen, schau doch mal vorbei!