sommerliche Häkeltasche

Der Sommer in Taschenform, oder? Bei diesen Farben kann ich einfach nur an Sommer denken. 🙂

Das grüne und das lilafarbene Baumwollgarn lag schon länger in meinem Garnvorrat, war mal ein Schnäppchen im Handarbeitsladen. Ich musste das damals einfach mitnehmen, denn ich liebe die Kombination von Grün und Lila (und auch grün-violett). Allerdings reichte das Garn nicht für eine Tasche in der Grösse, wie ich sie gerne haben wollte. Also hab ich in einer Handarbeitsgruppe nach Vorschlägen für eine dritte Farbe gefragt. Ein Vorschlag aus dieser Gruppe – das Vanillegelb – hat dann meine ursprüngliche Idee verdrängt, cremeweiss oder silbergrau dazu zu nehmen. Ich bin mit den beiden urspünglichen Garnen ins Handarbeitsgeschäft gegangen und hab sämtliche Drittfarbideen dazugelegt, da fiel der Entscheid für Gelb dann recht schnell, die Kombi stach gegenüber allen anderen richtig raus.

Dass ich die Tasche in einem Wellen- oder Zickzackmuster haben wollte, stand schon länger fest. Ich habe mich dann online auf die Suche nach einem passenden Häkelmuster gemacht, und es auch prompt gefunden. Die Anleitung ist eigentlich für eine Decke gedacht, aber es stellte sich dann heraus, dass sie ohne Änderungen auch für eine Tasche zu gebrauchen ist. Die Zackenbreite ist genau so, wie sie mir gefällt und das Muster ist sehr einfach zu häkeln, es besteht nur aus Stäbchen. Eine kleine Knacknuss stellte dann die Art und Weise dar, wie die Henkel an die Tasche gemacht werden sollten. Ich habe mich für lange Stäbchen entschieden, in der ersten Reihe derselben habe ich einige Maschen zusammengehäkelt, so dass sich die Henkelbreite ergab. Die Henkel anhäkeln war eine etwas friemelige Arbeit, irgendwie kamen mir die Henkel immer in die Quere. Aber schlussendlich hat’s ja doch geklappt und sieht ganz hübsch aus. Die Tasche passt nicht nur zu Vintagekleidung sondern sieht auch zu schwarzen Jeans richtig toll aus… also wird sie wohl sehr oft getragen werden.

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#nähwasduhast

sewwhatyougot-450x693Heute habe ich wieder einmal den Blog von Mrs. Button besucht und bin dort über eine interessante Näh-Herausforderung gestolpert: ‚Sew What You Got‘; zu Deutsch ‚Näh was Du hast‘. Dabei geht es darum, acht Kleidungsstücke nur mit bereits im eigenen Vorrat vorhandenem Stoff und nach Schnitten aus der eigenen Sammlung herzustellen. Einzig der Zukauf von Kurzwaren ist erlaubt. Jeder Schnitt darf nur einmal verwendet werden. Da ich – wie wohl die meisten Näherinnen – über ein reichliches Stofflager verfüge und auch jede Menge Schnittmuster mein Eigen nenne, fiel der Entschluss, an dieser Herausforderung teilzunehmen, sehr leicht.

Meine ersten Ideen kann ich hier bereits präsentieren. Sie werden alle nach Schnitten genäht, die ich mir schon vor einer Weile heruntergeladen, aber dann doch nie ausgedruckt und weiterverarbeitet habe. Die Dateien verstecken sich halt so gut auf dem Rechner…

Ein Kleid aus einem alten Bettbezug mit lila Blumendruck, nach dem Schnitt „1940s Swing Dress“ von Sense & Sensibility Patterns oder nach einem Wickelkleidschnitt, da muss ich noch etwas überlegen.

Ein Sommerkleid aus Hibiskusblütenstoff, nach einem Schnitt von Vera Venus (Sundress Bodice und Teller- oder Halbtellerrock).

Ein Oberteil aus einem alten Kissenbezug mit blauen Blümchen, nach dem „30s style PJ-Top“-Schnitt von Vera Venus.

Ein Dirndlkleid aus einem alten Bettbezug mit blauem Blumendruck, diesen Stoff werde ich wohl noch etwas einfärben. Der Schnitt ist von Burda, das Schösschen werde ich weglassen.

Mal schauen, welche weiteren Schnitt-und-Stoff-Kombinationen sich aus meinem Vorrat noch ergeben werden. 🙂

Kissenschürze

Ich habe mich – wie schon so oft – wieder mal durch Frl. Swing inspirieren lassen. Sie zeigte eine hübsche Schürze, die mich gleich dazu animiert hat, eine eigene Version nähen zu wollen.

Bei meiner Schürze gibt es im Vergleich zur Variante von Frl. Swing einige Unterschiede: Die Abnäher, Schulterrüschen und die Tasche habe ich weggelassen sowie anstelle der langen Bänder Knöpfe zum Schliessen angebracht. Die Bindebänder fielen nicht deshalb weg, weil mir eine Schleife nicht gefällt, sondern weil ich zu wenig Stoff dafür hatte. Ich habe nämlich einen alten Kissenbezug umgearbeitet und hatte dementsprechend nur knapp bemessenen Stoff zur Verfügung; 80 x 150 cm, um genau zu sein.

Der Kissenbezug musste zuerst einmal in ein nutzbares Stück Stoff verwandelt werden, also als erstes alle Nähte auftrennen (zum Glück gibt’s Nahttrenner…) und die Knöpfe abnehmen. Dann ab in die Wäsche mit dem Stoff, bügeln, und schon ist das ehemalige Kissen bereit dafür, ein neues Leben als Schürze zu beginnen.

Die Schürze ist sehr einfach zu nähen und trotzdem habe ich es verhauen, wie man auf den Bildern sieht. Die Taille ist trotz ausgiebigem Messen zu weit und die Träger muss ich auch nochmal überarbeiten (und eventuell den von Frl. Swing in der Anleitung empfohlenen Steg anbringen). Aber das gute Stück gefällt mir trotzdem schon, ich mag Karostoffe einfach. Die fertige Schürze fand ich etwas schlicht, deshalb habe ich noch kleine Motive aus schwarzem Baumwollgarn aufgestickt. Eine Tasche gab’s dann doch auch noch, allerdings auf der Innenseite der Schürze, aussen drauf gefiel sie mir nicht. Jetzt liegt die Schürze erstmal auf dem Änderungsstapel, sobald ich sie anpassen konnte, gibt’s neue Fotos. 🙂