argh!

Mein erstes Nähwasduhast-Projekt fand soeben ein abruptes Ende. :-/
Aus einem Kissenbezug aus den 1930ern sollte ein Sommeroberteil nach dem 30s-Style-PJ-Top von Vera Venus werden. Der Bezug liess sich problemlos auftrennen und neu vernähen. Nur hat er leider dem ersten Anprobieren zum Zweck der Einzeichnung der definitiven Ärmelposition nicht standgehalten und ist an diversen Stellen eingerissen. Das heisst, der Stoff ist nicht mehr stabil genug, um als Kleidungsstück getragen zu werden. Wegwerfen werde ich ihn trotzdem nicht, da ich das Muster so hübsch finde. Eine Idee, die ich dafür habe, ist ein kleines Täschchen für Kosmetik oder ähnliches. Dafür kann ich den Stoff mit Bügelvlies verstärken, dann hält er mehr aus. Das 30s-Style-PJ-Top werde ich aus einem anderen Stöffchen aus meiner Sammlung nähen, denn ich mag diesen Schnitt sehr, selbst die halbfertige Bluse hat schon hübsch ausgesehen.

Spinnerin-Schultertuch (+ UFO Nr. 8)

spinnerinschultertuch01In einem von Couturette hochgeladenen Strick- und Häkellehrbuch der Wollmarke „Spinnerin“ aus den 1930ern hatte ich schon vor einer Weile ein Schultertuch gesehen, das ich unbedingt haben musste. Im Oktober stand eine längere Bahnfahrt an, für die mir das Tuch als geeignete Reisebeschäftigung erschien. Also musste ich mich erstmal entscheiden, welche Farben ich denn nehmen will. Ich stand einigermassen ratlos vor dem Wollregal im lokalen Bastelgeschäft und hab einfach mal rumprobiert und x verschiedene Knäuelkombinationen rausgelegt. Von starken Kontrasten wie wollweiss-rot-schwarz bis zu Ton-in-Ton-Zusammenstellungen war alles dabei. Schlussendlich habe ich mich für Lang Merino 150-Garn in vanille (197.0013), goldbraun (197.0411) und schwarzbraun (197.0068) entschieden.

Die Anleitung an sich ist kurz, aber gut geschrieben und das Muster ist einfach. Ich bin anfangs bloss über die Methode gestolpert, wie die Rippen entstehen sollen. Nach einigen Auftrenn- und Wiederherstellaktionen war’s dann klar, und die Produktion konnte weitergehen. Bis ungefähr in die Mitte des goldbraunen Teils kam ich recht rasch voran, danach wurde es langwieriger und erschien mir wie eine Fleissarbeit. Aber eine, die sich gelohnt hat, ich mag das Tuch sehr! Gegenüber der Anleitung habe ich zwei Änderungen vorgenommen: bei jeder Farbe habe ich eine Reihe weniger gehäkelt, da ich das Tuch wegen meiner geringen Körpergrösse etwas kürzer haben wollte; und ich habe die Abschlussreihe weggelassen, die gefiel mir nicht (hab ein kurzes Stück davon gehäkelt und gleich wieder aufgetrennt). Aus dem Restgarn habe ich dann noch „frei Schnauze“ ein passendes Barett gehäkelt.

Das Kleid auf den nachfolgenden Fotos ist mein UFO Nr. 8 aus dem UFO-Roulette-Korb. Ursprünglich wollte ich das Kleid mit langen Ärmeln nähen, jedoch erschien mir der Stoff dann doch zu dick dafür und ich hab die ärmellose Variante mit Bluse drunter gewählt. Es ist wieder mal ein Kleid nach meinem Lieblingsschnitt von Wearing History; so ziemlich genau das winterliche Gegenstück zu der schwarzen Leinenversion mit grünen Details. Die Bluse ist aus weissem Leinen, den Schnitt dafür hab ich bei einer meiner Dirndlblusen abgenommen. Die hübsche Eichblatt-Brosche und die Ohrringe sind von The Pink Bungaloo, ich liebe ihren Schmuck!

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Trägerkleid, späte 1930er, Teil 2

IMG_0931Nach gefühlten 1000 Stunden Borte aufnähen – natürlich von Hand, da ich keine gut sichtbare Naht auf der Borte wollte – ist mein Trägerkleid fertig. Ich liebe es!

Der Leinenstoff fällt wunderbar und ist angenehm zu tragen, egal ob Sommer oder Winter, mit einer Kurz- oder Langarmbluse und entsprechenden Accessoires kombiniert lässt sich das Kleid auf jede Jahreszeit anpassen. Ein Lieblingskleid, jawollja. Der Schnitt von Wearing History Patterns war einfach zu verarbeiten. Die Schnitt-Teile passen perfekt aufeinander und im Schnittmusterpack ist eine sehr gute Anleitung vorhanden, in der auch noch Vorschläge zur Dekoration des Kleides gezeigt werden.

So sieht das Ganze dann getragen aus. Ich merk grad, ich hab gar kein Foto mit Kurzarmbluse. Was soll’s. Und bitte ignoriert, dass ich beim zweiten Bild offensichtlich nicht mal fähig war, mich richtig anzuziehen… *hüstel* *grins*
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Trägerkleid, späte 1930er, Teil 1

1930er-jumper-01Endlich Sommer! Grund genug, mich mal an den „Late 1930s Jumper Dress“-Schnitt von Wearing History zu wagen. Allerdings hatte ich zu Beginn nicht die geringste Ahnung, welche Farbe das Kleid haben soll. Was ich wusste, ist, dass ich Knöpfe aus meiner Sammlung von alten Stücken verwenden will. Also habe ich meine engere Knopfauswahl mit dem Schnitt online gestellt und die Meinungen von Freunden eingeholt.

1930er-jumper-02Der erste eingegangene Vorschlag war, die hellgrünen Knöpfe mit einem schwarzen Stoff zu kombinieren. Ich erhielt noch viele weitere Ideen, aber das schwarz/grün liess mich nicht mehr los. In meinem Stoffberg fand ich schwarzes Leinen, das hat die Farbkombinationswahl dann sozusagen besiegelt. Ein weiterer Vorteil dieser Kombi: Ich musste nur noch die Borte für den Besatz und passenden Faden kaufen, der Rest kommt aus meinem Vorrat. Juhu, der Stoffberg wird ein wenig kleiner!

Sieht doch gut aus, nicht? 🙂