Wachstuchtasche à la 1962

Juhuuu, ich hatte endlich eine Idee, wofür ich das Wachstuch mit Goldfischmotiv verwenden kann, das schon seit einigen Jahren in meinem Stoffberg rumschwimmt!

Beim beswingten Allerlei hab ich eine Anleitung für eine Tasche gesehen, die aus einem Bastelbuch von 1962 stammt. Eigentlich ist die Anleitung zur Verarbeitung von Lederresten gedacht, oder man kann auch eine alte Tasche auseinandernehmen und aus dem Material dann die neue Tasche basteln. Beides ist für den Verwendungszweck, den ich für meine Tasche bestimmt habe, nicht so praktisch. Der Beutel soll nämlich als Kulturbeutel mit ins Schwimmtraining, wo er unweigerlich auch nass wird, was Leder nicht soo gut bekommt. Deshalb: Wachstuch. Die „Nähte“ am Beutel bestehen aus Taftband, das durch mit der Lochzange gestanzte Löcher gezogen wird. Die Löcher, durch die das Verschlussband des Beutels gezogen wird, habe ich mit Metallösen verstärkt und habe mit diesen auch gleich den Henkel befestigt. Beim Boden sowie dem Henkel habe ich das Wachstuch doppelt genommen, das macht das Ganze einiges stabiler.

Heute habe ich den Beutel auch gleich einem Testlauf unterzogen, ich finde ihn sehr praktisch, und bisher hat sich auch noch nichts wieder gelöst (ich war skeptisch, ob das Taftband die Verschlussknoten an den Enden der Nähte halten wird).

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Nähkästchen

nähkästchenAus fad und leer mach bunt und gefüllt. Oder so.

Diese Pappschachtel hatte ich schon eine Weile im Schrank rumstehen und nun hab ich daraus ein kleines Nähkästchen gemacht. Alle darin verarbeiteten „Zutaten“ stammen aus meinem Fundus, sogar der Stoffberg wurde um eine Winzigkeit verkleinert.

Ich habe die Schachtel mit bedrucktem Papier aus dem Museumsshop des historischen Museums Basel eingefasst und die Innenseite mit blauem Filz ausgekleidet. Dank Sprühkleber ging die Verarbeitung auch flott voran, denn der erspart einem recht viel Wartezeit durch sein schnelles Trocknen. Befüllt habe ich das Kästchen mit einer Näh-Grundausstattung inklusive Nadelrolle und Stecknadelkissen, für die ich Stoffreste verarbeitet habe.

Hm, ich hab noch ein weiteres „nacktes“ Pappkästchen im Schrank… mal überlegen, womit ich dieses verzieren könnte. Yep, der Basteltrieb meldet sich grad deutlich. 😉