sommerliche Häkeltasche

Der Sommer in Taschenform, oder? Bei diesen Farben kann ich einfach nur an Sommer denken. 🙂

Das grüne und das lilafarbene Baumwollgarn lag schon länger in meinem Garnvorrat, war mal ein Schnäppchen im Handarbeitsladen. Ich musste das damals einfach mitnehmen, denn ich liebe die Kombination von Grün und Lila (und auch grün-violett). Allerdings reichte das Garn nicht für eine Tasche in der Grösse, wie ich sie gerne haben wollte. Also hab ich in einer Handarbeitsgruppe nach Vorschlägen für eine dritte Farbe gefragt. Ein Vorschlag aus dieser Gruppe – das Vanillegelb – hat dann meine ursprüngliche Idee verdrängt, cremeweiss oder silbergrau dazu zu nehmen. Ich bin mit den beiden urspünglichen Garnen ins Handarbeitsgeschäft gegangen und hab sämtliche Drittfarbideen dazugelegt, da fiel der Entscheid für Gelb dann recht schnell, die Kombi stach gegenüber allen anderen richtig raus.

Dass ich die Tasche in einem Wellen- oder Zickzackmuster haben wollte, stand schon länger fest. Ich habe mich dann online auf die Suche nach einem passenden Häkelmuster gemacht, und es auch prompt gefunden. Die Anleitung ist eigentlich für eine Decke gedacht, aber es stellte sich dann heraus, dass sie ohne Änderungen auch für eine Tasche zu gebrauchen ist. Die Zackenbreite ist genau so, wie sie mir gefällt und das Muster ist sehr einfach zu häkeln, es besteht nur aus Stäbchen. Eine kleine Knacknuss stellte dann die Art und Weise dar, wie die Henkel an die Tasche gemacht werden sollten. Ich habe mich für lange Stäbchen entschieden, in der ersten Reihe derselben habe ich einige Maschen zusammengehäkelt, so dass sich die Henkelbreite ergab. Die Henkel anhäkeln war eine etwas friemelige Arbeit, irgendwie kamen mir die Henkel immer in die Quere. Aber schlussendlich hat’s ja doch geklappt und sieht ganz hübsch aus. Die Tasche passt nicht nur zu Vintagekleidung sondern sieht auch zu schwarzen Jeans richtig toll aus… also wird sie wohl sehr oft getragen werden.

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Spinnerin-Schultertuch (+ UFO Nr. 8)

spinnerinschultertuch01In einem von Couturette hochgeladenen Strick- und Häkellehrbuch der Wollmarke „Spinnerin“ aus den 1930ern hatte ich schon vor einer Weile ein Schultertuch gesehen, das ich unbedingt haben musste. Im Oktober stand eine längere Bahnfahrt an, für die mir das Tuch als geeignete Reisebeschäftigung erschien. Also musste ich mich erstmal entscheiden, welche Farben ich denn nehmen will. Ich stand einigermassen ratlos vor dem Wollregal im lokalen Bastelgeschäft und hab einfach mal rumprobiert und x verschiedene Knäuelkombinationen rausgelegt. Von starken Kontrasten wie wollweiss-rot-schwarz bis zu Ton-in-Ton-Zusammenstellungen war alles dabei. Schlussendlich habe ich mich für Lang Merino 150-Garn in vanille (197.0013), goldbraun (197.0411) und schwarzbraun (197.0068) entschieden.

Die Anleitung an sich ist kurz, aber gut geschrieben und das Muster ist einfach. Ich bin anfangs bloss über die Methode gestolpert, wie die Rippen entstehen sollen. Nach einigen Auftrenn- und Wiederherstellaktionen war’s dann klar, und die Produktion konnte weitergehen. Bis ungefähr in die Mitte des goldbraunen Teils kam ich recht rasch voran, danach wurde es langwieriger und erschien mir wie eine Fleissarbeit. Aber eine, die sich gelohnt hat, ich mag das Tuch sehr! Gegenüber der Anleitung habe ich zwei Änderungen vorgenommen: bei jeder Farbe habe ich eine Reihe weniger gehäkelt, da ich das Tuch wegen meiner geringen Körpergrösse etwas kürzer haben wollte; und ich habe die Abschlussreihe weggelassen, die gefiel mir nicht (hab ein kurzes Stück davon gehäkelt und gleich wieder aufgetrennt). Aus dem Restgarn habe ich dann noch „frei Schnauze“ ein passendes Barett gehäkelt.

Das Kleid auf den nachfolgenden Fotos ist mein UFO Nr. 8 aus dem UFO-Roulette-Korb. Ursprünglich wollte ich das Kleid mit langen Ärmeln nähen, jedoch erschien mir der Stoff dann doch zu dick dafür und ich hab die ärmellose Variante mit Bluse drunter gewählt. Es ist wieder mal ein Kleid nach meinem Lieblingsschnitt von Wearing History; so ziemlich genau das winterliche Gegenstück zu der schwarzen Leinenversion mit grünen Details. Die Bluse ist aus weissem Leinen, den Schnitt dafür hab ich bei einer meiner Dirndlblusen abgenommen. Die hübsche Eichblatt-Brosche und die Ohrringe sind von The Pink Bungaloo, ich liebe ihren Schmuck!

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rasch gehäkelt: Einkaufsnetz

haekelnetz01Das nebenstehende Bild einer Seite aus einem Heft aus den 1940er-Jahren wurde von einer Freundin auf Facebook hochgeladen. Nachdem ich die Beschreibung des niedlichen Einkaufsnetzes gelesen hatte, dachte ich mir „so eine Tasche musst Du haben“. Auf dem Heimweg von der Arbeit sah ich beim Bastelladen leuchtend korallfarbenes Garn im Restknäuelkorb (juhu, günstiger Preis!) liegen, das mir für die Tasche perfekt geeignet schien. Flugs gekauft und mich mich in den Weiten des Internets auf die Suche nach Anleitungen für ähnliche Netze gemacht, bei Antetanni wurde ich fündig. Da ich lieber eine Handtasche anstelle eines Einkaufsnetzes haben wollte, habe ich die Anleitung ein wenig angepasst; meine Version habe ich am Ende dieses Beitrages notiert. Das Netz liess sich recht einfach häkeln, auch wenn ich am Anfang etwas über die Befestigung der Luftmaschenbogen an der vorherigen Runde gestolpert bin. In meiner Anleitung habe ich diesen Schritt deshalb mit Fotos dokumentiert. Wenn ich eine solche Tasche nochmal häkeln sollte, würde ich den Boden aus festen Maschen arbeiten, damit er etwas stabiler wird. Den Stäbchenboden habe ich mit einer Kartonplatte verstärkt, damit er nicht durchhängt, ich finde das nicht so schön. Ich überlege mir auch, die Tasche mit Stoff abzufüttern, da die Maschen doch recht gross sind und dadurch ein gewisses Risiko besteht, dass Dinge durchrutschen. Ach ja: Die Zugbänder sind einfache, gedrehte Kordeln. Man kann aber auch hübsche Bänder nehmen oder Luftmaschenkordeln häkeln, ganz nach eigenem Geschmack.

Passend zum Netztäschchen habe ich mir ein Haarnetz im gleichen Luftmaschenbogen-Muster gehäkelt. Dafür hatte ich keine Anleitung, hab einfach drauflosgearbeitet, so wie ich das Gefühl hatte, dass es passt.

Im schon erwähnten Restknäuelkorb lagen auch noch zwei Knäuel hellgelbes Garn, die ich ebenfalls in meine Einkaufstasche gepackt habe. Daraus habe ich erstmal einen Geldbeutel – gerade gross genug, damit neben Bargeld auch Bankkarte und Ausweis reinpassen – nach der Anleitung von Shara Lambeth Designs gefertigt. Bei Gelegenheit werde ich aus diesem Garn wohl noch eine grössere Version dieses Etuis für Lippenstift, Spiegel & Co. herstellen, das Design gefällt mir in diesem Hellgelb sehr. Die Anleitung fürs Etui ist in Englisch verfasst: eine sehr hilfreiche Übersetzungsliste für englische Häkelbegriffe (UK und US) habe ich bei Maschenzähler gefunden.

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