Zwei einfache Röcke

Lange nichts hier hineingeschrieben… das heisst aber nicht, dass ich in letzter Zeit komplett untätig war. 😉

Ich habe zwei neue Röcke in meiner Garderobe, einen für die momentan noch herrschenden sommerlichen Temperaturen und einen für den Herbst. Beide Stoffe habe ich erst kürzlich gekauft, fand sie aber sooo toll, dass ich sie gleich vernähen wollte. Die rotweiss karierte Viskose mit den Blumen drauf habe ich von einer Freundin erworben; der schwarzrot gemusterte Stoff (irgendein Mischgewebe, mittelschwer) war ein Zufallsfund auf der Auer Dult anlässlich meines Urlaubs in München.  Beide Röcke habe ich mit einem festen Bund mit Knopf- oder Häkchenverschluss versehen. Der eine ist eingekräuselt, der andere mit Kellerfalten auf den richtigen Umfang gebracht. Was ich an diesen Röcken sehr mag, ist, dass sie sich sowohl in modernem Stil kombinieren lassen, z.B. mit einem T-Shirt, als auch in klassischem, vintageangelehntem Stil mit Bluse.

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argh!

Mein erstes Nähwasduhast-Projekt fand soeben ein abruptes Ende. :-/
Aus einem Kissenbezug aus den 1930ern sollte ein Sommeroberteil nach dem 30s-Style-PJ-Top von Vera Venus werden. Der Bezug liess sich problemlos auftrennen und neu vernähen. Nur hat er leider dem ersten Anprobieren zum Zweck der Einzeichnung der definitiven Ärmelposition nicht standgehalten und ist an diversen Stellen eingerissen. Das heisst, der Stoff ist nicht mehr stabil genug, um als Kleidungsstück getragen zu werden. Wegwerfen werde ich ihn trotzdem nicht, da ich das Muster so hübsch finde. Eine Idee, die ich dafür habe, ist ein kleines Täschchen für Kosmetik oder ähnliches. Dafür kann ich den Stoff mit Bügelvlies verstärken, dann hält er mehr aus. Das 30s-Style-PJ-Top werde ich aus einem anderen Stöffchen aus meiner Sammlung nähen, denn ich mag diesen Schnitt sehr, selbst die halbfertige Bluse hat schon hübsch ausgesehen.

#nähwasduhast

sewwhatyougot-450x693Heute habe ich wieder einmal den Blog von Mrs. Button besucht und bin dort über eine interessante Näh-Herausforderung gestolpert: ‚Sew What You Got‘; zu Deutsch ‚Näh was Du hast‘. Dabei geht es darum, acht Kleidungsstücke nur mit bereits im eigenen Vorrat vorhandenem Stoff und nach Schnitten aus der eigenen Sammlung herzustellen. Einzig der Zukauf von Kurzwaren ist erlaubt. Jeder Schnitt darf nur einmal verwendet werden. Da ich – wie wohl die meisten Näherinnen – über ein reichliches Stofflager verfüge und auch jede Menge Schnittmuster mein Eigen nenne, fiel der Entschluss, an dieser Herausforderung teilzunehmen, sehr leicht.

Meine ersten Ideen kann ich hier bereits präsentieren. Sie werden alle nach Schnitten genäht, die ich mir schon vor einer Weile heruntergeladen, aber dann doch nie ausgedruckt und weiterverarbeitet habe. Die Dateien verstecken sich halt so gut auf dem Rechner…

Ein Kleid aus einem alten Bettbezug mit lila Blumendruck, nach dem Schnitt „1940s Swing Dress“ von Sense & Sensibility Patterns oder nach einem Wickelkleidschnitt, da muss ich noch etwas überlegen.

Ein Sommerkleid aus Hibiskusblütenstoff, nach einem Schnitt von Vera Venus (Sundress Bodice und Teller- oder Halbtellerrock).

Ein Oberteil aus einem alten Kissenbezug mit blauen Blümchen, nach dem „30s style PJ-Top“-Schnitt von Vera Venus.

Ein Dirndlkleid aus einem alten Bettbezug mit blauem Blumendruck, diesen Stoff werde ich wohl noch etwas einfärben. Der Schnitt ist von Burda, das Schösschen werde ich weglassen.

Mal schauen, welche weiteren Schnitt-und-Stoff-Kombinationen sich aus meinem Vorrat noch ergeben werden. 🙂

Kissenschürze

Ich habe mich – wie schon so oft – wieder mal durch Frl. Swing inspirieren lassen. Sie zeigte eine hübsche Schürze, die mich gleich dazu animiert hat, eine eigene Version nähen zu wollen.

Bei meiner Schürze gibt es im Vergleich zur Variante von Frl. Swing einige Unterschiede: Die Abnäher, Schulterrüschen und die Tasche habe ich weggelassen sowie anstelle der langen Bänder Knöpfe zum Schliessen angebracht. Die Bindebänder fielen nicht deshalb weg, weil mir eine Schleife nicht gefällt, sondern weil ich zu wenig Stoff dafür hatte. Ich habe nämlich einen alten Kissenbezug umgearbeitet und hatte dementsprechend nur knapp bemessenen Stoff zur Verfügung; 80 x 150 cm, um genau zu sein.

Der Kissenbezug musste zuerst einmal in ein nutzbares Stück Stoff verwandelt werden, also als erstes alle Nähte auftrennen (zum Glück gibt’s Nahttrenner…) und die Knöpfe abnehmen. Dann ab in die Wäsche mit dem Stoff, bügeln, und schon ist das ehemalige Kissen bereit dafür, ein neues Leben als Schürze zu beginnen.

Die Schürze ist sehr einfach zu nähen und trotzdem habe ich es verhauen, wie man auf den Bildern sieht. Die Taille ist trotz ausgiebigem Messen zu weit und die Träger muss ich auch nochmal überarbeiten (und eventuell den von Frl. Swing in der Anleitung empfohlenen Steg anbringen). Aber das gute Stück gefällt mir trotzdem schon, ich mag Karostoffe einfach. Die fertige Schürze fand ich etwas schlicht, deshalb habe ich noch kleine Motive aus schwarzem Baumwollgarn aufgestickt. Eine Tasche gab’s dann doch auch noch, allerdings auf der Innenseite der Schürze, aussen drauf gefiel sie mir nicht. Jetzt liegt die Schürze erstmal auf dem Änderungsstapel, sobald ich sie anpassen konnte, gibt’s neue Fotos. 🙂

Spinnerin-Schultertuch (+ UFO Nr. 8)

spinnerinschultertuch01In einem von Couturette hochgeladenen Strick- und Häkellehrbuch der Wollmarke „Spinnerin“ aus den 1930ern hatte ich schon vor einer Weile ein Schultertuch gesehen, das ich unbedingt haben musste. Im Oktober stand eine längere Bahnfahrt an, für die mir das Tuch als geeignete Reisebeschäftigung erschien. Also musste ich mich erstmal entscheiden, welche Farben ich denn nehmen will. Ich stand einigermassen ratlos vor dem Wollregal im lokalen Bastelgeschäft und hab einfach mal rumprobiert und x verschiedene Knäuelkombinationen rausgelegt. Von starken Kontrasten wie wollweiss-rot-schwarz bis zu Ton-in-Ton-Zusammenstellungen war alles dabei. Schlussendlich habe ich mich für Lang Merino 150-Garn in vanille (197.0013), goldbraun (197.0411) und schwarzbraun (197.0068) entschieden.

Die Anleitung an sich ist kurz, aber gut geschrieben und das Muster ist einfach. Ich bin anfangs bloss über die Methode gestolpert, wie die Rippen entstehen sollen. Nach einigen Auftrenn- und Wiederherstellaktionen war’s dann klar, und die Produktion konnte weitergehen. Bis ungefähr in die Mitte des goldbraunen Teils kam ich recht rasch voran, danach wurde es langwieriger und erschien mir wie eine Fleissarbeit. Aber eine, die sich gelohnt hat, ich mag das Tuch sehr! Gegenüber der Anleitung habe ich zwei Änderungen vorgenommen: bei jeder Farbe habe ich eine Reihe weniger gehäkelt, da ich das Tuch wegen meiner geringen Körpergrösse etwas kürzer haben wollte; und ich habe die Abschlussreihe weggelassen, die gefiel mir nicht (hab ein kurzes Stück davon gehäkelt und gleich wieder aufgetrennt). Aus dem Restgarn habe ich dann noch „frei Schnauze“ ein passendes Barett gehäkelt.

Das Kleid auf den nachfolgenden Fotos ist mein UFO Nr. 8 aus dem UFO-Roulette-Korb. Ursprünglich wollte ich das Kleid mit langen Ärmeln nähen, jedoch erschien mir der Stoff dann doch zu dick dafür und ich hab die ärmellose Variante mit Bluse drunter gewählt. Es ist wieder mal ein Kleid nach meinem Lieblingsschnitt von Wearing History; so ziemlich genau das winterliche Gegenstück zu der schwarzen Leinenversion mit grünen Details. Die Bluse ist aus weissem Leinen, den Schnitt dafür hab ich bei einer meiner Dirndlblusen abgenommen. Die hübsche Eichblatt-Brosche und die Ohrringe sind von The Pink Bungaloo, ich liebe ihren Schmuck!

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