argh!

Mein erstes Nähwasduhast-Projekt fand soeben ein abruptes Ende. :-/
Aus einem Kissenbezug aus den 1930ern sollte ein Sommeroberteil nach dem 30s-Style-PJ-Top von Vera Venus werden. Der Bezug liess sich problemlos auftrennen und neu vernähen. Nur hat er leider dem ersten Anprobieren zum Zweck der Einzeichnung der definitiven Ärmelposition nicht standgehalten und ist an diversen Stellen eingerissen. Das heisst, der Stoff ist nicht mehr stabil genug, um als Kleidungsstück getragen zu werden. Wegwerfen werde ich ihn trotzdem nicht, da ich das Muster so hübsch finde. Eine Idee, die ich dafür habe, ist ein kleines Täschchen für Kosmetik oder ähnliches. Dafür kann ich den Stoff mit Bügelvlies verstärken, dann hält er mehr aus. Das 30s-Style-PJ-Top werde ich aus einem anderen Stöffchen aus meiner Sammlung nähen, denn ich mag diesen Schnitt sehr, selbst die halbfertige Bluse hat schon hübsch ausgesehen.

#nähwasduhast

sewwhatyougot-450x693Heute habe ich wieder einmal den Blog von Mrs. Button besucht und bin dort über eine interessante Näh-Herausforderung gestolpert: ‚Sew What You Got‘; zu Deutsch ‚Näh was Du hast‘. Dabei geht es darum, acht Kleidungsstücke nur mit bereits im eigenen Vorrat vorhandenem Stoff und nach Schnitten aus der eigenen Sammlung herzustellen. Einzig der Zukauf von Kurzwaren ist erlaubt. Jeder Schnitt darf nur einmal verwendet werden. Da ich – wie wohl die meisten Näherinnen – über ein reichliches Stofflager verfüge und auch jede Menge Schnittmuster mein Eigen nenne, fiel der Entschluss, an dieser Herausforderung teilzunehmen, sehr leicht.

Meine ersten Ideen kann ich hier bereits präsentieren. Sie werden alle nach Schnitten genäht, die ich mir schon vor einer Weile heruntergeladen, aber dann doch nie ausgedruckt und weiterverarbeitet habe. Die Dateien verstecken sich halt so gut auf dem Rechner…

Ein Kleid aus einem alten Bettbezug mit lila Blumendruck, nach dem Schnitt „1940s Swing Dress“ von Sense & Sensibility Patterns oder nach einem Wickelkleidschnitt, da muss ich noch etwas überlegen.

Ein Sommerkleid aus Hibiskusblütenstoff, nach einem Schnitt von Vera Venus (Sundress Bodice und Teller- oder Halbtellerrock).

Ein Oberteil aus einem alten Kissenbezug mit blauen Blümchen, nach dem „30s style PJ-Top“-Schnitt von Vera Venus.

Ein Dirndlkleid aus einem alten Bettbezug mit blauem Blumendruck, diesen Stoff werde ich wohl noch etwas einfärben. Der Schnitt ist von Burda, das Schösschen werde ich weglassen.

Mal schauen, welche weiteren Schnitt-und-Stoff-Kombinationen sich aus meinem Vorrat noch ergeben werden. 🙂

Wachstuchtasche à la 1962

Juhuuu, ich hatte endlich eine Idee, wofür ich das Wachstuch mit Goldfischmotiv verwenden kann, das schon seit einigen Jahren in meinem Stoffberg rumschwimmt!

Beim beswingten Allerlei hab ich eine Anleitung für eine Tasche gesehen, die aus einem Bastelbuch von 1962 stammt. Eigentlich ist die Anleitung zur Verarbeitung von Lederresten gedacht, oder man kann auch eine alte Tasche auseinandernehmen und aus dem Material dann die neue Tasche basteln. Beides ist für den Verwendungszweck, den ich für meine Tasche bestimmt habe, nicht so praktisch. Der Beutel soll nämlich als Kulturbeutel mit ins Schwimmtraining, wo er unweigerlich auch nass wird, was Leder nicht soo gut bekommt. Deshalb: Wachstuch. Die „Nähte“ am Beutel bestehen aus Taftband, das durch mit der Lochzange gestanzte Löcher gezogen wird. Die Löcher, durch die das Verschlussband des Beutels gezogen wird, habe ich mit Metallösen verstärkt und habe mit diesen auch gleich den Henkel befestigt. Beim Boden sowie dem Henkel habe ich das Wachstuch doppelt genommen, das macht das Ganze einiges stabiler.

Heute habe ich den Beutel auch gleich einem Testlauf unterzogen, ich finde ihn sehr praktisch, und bisher hat sich auch noch nichts wieder gelöst (ich war skeptisch, ob das Taftband die Verschlussknoten an den Enden der Nähte halten wird).

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beswingter Rock

kraeuselrockblau01 Zu diesem Rock hat mich Fräulein Swing vom beswingten Allerlei inspiriert. Sie hat einen sehr hübschen Kräuselrock genäht und später dafür eine Anleitung geschrieben.

Ich hatte schon länger diesen Stoff mit Lochstickerei in meinem Vorrat liegen und wusste nicht, was aus ihm werden soll. Nachdem ich Fräulein Swings Rock gesehen hatte, war die Sache jedoch klar; mein Stoff hat auf genau diesen Schnitt gewartet. 🙂 Ich habe die Anleitung allerdings für meinen Rock etwas angepasst, denn ich finde, eine Knopfleiste wäre bei diesem Stoff zuviel des Guten gewesen. Also hab ich einen kleinen Reissverschluss und einen Knopf im Rücken eingeplant, so konnte ich sogar noch einen der Einzelknöpfe aus meiner Sammlung verwenden. Alles weitere verwendete Material stammt ebenfalls aus meinem Fundus, mit Ausnahme des Reissverschlusses, den musste ich zukaufen. Eine weitere Anpassung des Schnitts habe ich noch vorgenommen: Ich habe die Seitennähte weggelassen, weil mir bei dem Lochmuster jede Unterbrechung durch eine Naht unschön erscheint. Dadurch konnte ich keine Taschen in den Rock einarbeiten, aber das macht nichts.

Dieser Rock wird bestimmt nicht mein einziger Kräuselrock bleiben, ich mag diesen Stil. Und ich hab noch viele verschiedene Stoffe vorrätig, also… 😉kraeuselrockblau02

Nähkästchen

nähkästchenAus fad und leer mach bunt und gefüllt. Oder so.

Diese Pappschachtel hatte ich schon eine Weile im Schrank rumstehen und nun hab ich daraus ein kleines Nähkästchen gemacht. Alle darin verarbeiteten „Zutaten“ stammen aus meinem Fundus, sogar der Stoffberg wurde um eine Winzigkeit verkleinert.

Ich habe die Schachtel mit bedrucktem Papier aus dem Museumsshop des historischen Museums Basel eingefasst und die Innenseite mit blauem Filz ausgekleidet. Dank Sprühkleber ging die Verarbeitung auch flott voran, denn der erspart einem recht viel Wartezeit durch sein schnelles Trocknen. Befüllt habe ich das Kästchen mit einer Näh-Grundausstattung inklusive Nadelrolle und Stecknadelkissen, für die ich Stoffreste verarbeitet habe.

Hm, ich hab noch ein weiteres „nacktes“ Pappkästchen im Schrank… mal überlegen, womit ich dieses verzieren könnte. Yep, der Basteltrieb meldet sich grad deutlich. 😉