rasch gehäkelt: Einkaufsnetz

haekelnetz01Das nebenstehende Bild einer Seite aus einem Heft aus den 1940er-Jahren wurde von einer Freundin auf Facebook hochgeladen. Nachdem ich die Beschreibung des niedlichen Einkaufsnetzes gelesen hatte, dachte ich mir „so eine Tasche musst Du haben“. Auf dem Heimweg von der Arbeit sah ich beim Bastelladen leuchtend korallfarbenes Garn im Restknäuelkorb (juhu, günstiger Preis!) liegen, das mir für die Tasche perfekt geeignet schien. Flugs gekauft und mich mich in den Weiten des Internets auf die Suche nach Anleitungen für ähnliche Netze gemacht, bei Antetanni wurde ich fündig. Da ich lieber eine Handtasche anstelle eines Einkaufsnetzes haben wollte, habe ich die Anleitung ein wenig angepasst; meine Version habe ich am Ende dieses Beitrages notiert. Das Netz liess sich recht einfach häkeln, auch wenn ich am Anfang etwas über die Befestigung der Luftmaschenbogen an der vorherigen Runde gestolpert bin. In meiner Anleitung habe ich diesen Schritt deshalb mit Fotos dokumentiert. Wenn ich eine solche Tasche nochmal häkeln sollte, würde ich den Boden aus festen Maschen arbeiten, damit er etwas stabiler wird. Den Stäbchenboden habe ich mit einer Kartonplatte verstärkt, damit er nicht durchhängt, ich finde das nicht so schön. Ich überlege mir auch, die Tasche mit Stoff abzufüttern, da die Maschen doch recht gross sind und dadurch ein gewisses Risiko besteht, dass Dinge durchrutschen. Ach ja: Die Zugbänder sind einfache, gedrehte Kordeln. Man kann aber auch hübsche Bänder nehmen oder Luftmaschenkordeln häkeln, ganz nach eigenem Geschmack.

Passend zum Netztäschchen habe ich mir ein Haarnetz im gleichen Luftmaschenbogen-Muster gehäkelt. Dafür hatte ich keine Anleitung, hab einfach drauflosgearbeitet, so wie ich das Gefühl hatte, dass es passt.

Im schon erwähnten Restknäuelkorb lagen auch noch zwei Knäuel hellgelbes Garn, die ich ebenfalls in meine Einkaufstasche gepackt habe. Daraus habe ich erstmal einen Geldbeutel – gerade gross genug, damit neben Bargeld auch Bankkarte und Ausweis reinpassen – nach der Anleitung von Shara Lambeth Designs gefertigt. Bei Gelegenheit werde ich aus diesem Garn wohl noch eine grössere Version dieses Etuis für Lippenstift, Spiegel & Co. herstellen, das Design gefällt mir in diesem Hellgelb sehr. Die Anleitung fürs Etui ist in Englisch verfasst: eine sehr hilfreiche Übersetzungsliste für englische Häkelbegriffe (UK und US) habe ich bei Maschenzähler gefunden.

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UFO Nr. 7: Turbanmütze & Steckschal

turbanset01Das nächste UFO aus meinem „Sollte ich endlich fertigmachen“-Stapel ist beendet! Und ich hab ihm sogar noch einen Partner verpasst. Der Turban war das UFO, der Steckschal die Ergänzung.

Der Turban ist einfach zu stricken, das Rippenband erfordert nur etwas Geduld, da es eeeewig lang ist (oder mir zumindest so vorkam). Das Turbanstrickmuster ist ein Original aus den 40er-Jahren, das das Victoria & Albert Museum freundlicherweise online zur Verfügung stellt. Man strickt die Kappe und das Rippenband, aus dem dann der Turbanknoten wird, als Einzelstücke und näht sie dann zusammen. Genau daran lag es auch, dass der Turban im UFO-Stapel landete; am Zusammennähen. Ich mach das nicht so gerne, ist aber (dummerweise) notwendig, wenn die Teile getragen werden sollen. Die Näherei dauerte dann auch gar nicht lange, so dass ich mich wieder mal genervt und mich selbst gefragt hab, warum genau ich das eigentlich immer rausschiebe. Hab mir vorgenommen, das Zusammennähen beim nächsten Teil gleich zu erledigen. Ob ich das dann auch tatsächlich mache, wird sich zeigen…

Den Steckschal nach einer Anleitung auf ravelry hatte ich früher schon mal gestrickt und fand, dass so ein Teil wunderbar zum Turban passen würde. Genug Garn war noch vorhanden, also stand dem nichts im Weg. Ein paar Bahnfahrten später war der Schal auch schon fertig (ja, ich stricke, nähe und häkle gern im Zug).
Die hübsche Schirmbrosche ist übrigens von The Pink Bungaloo; bei ihr findet Ihr ganz wunderbaren Reproschmuck. 🙂

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UFO Nr. 6: Sontag

sontag04Es leeeeebt! 😉

Nachdem hier nun so lange Funkstille herrschte, wird mein Blog mit der Beschreibung eines weiteren beendeten Projekts aus meinem UFO-Roulette ins Leben zurückgerufen. Das UFO ist seit vielen Monaten ein FO, aber der Blogbeitrag schrieb sich halt nicht von alleine…

Das besagte UFO ist ein „Sontag“ nach einem Strickmuster aus dem „Godey’s Lady’s Book“ vom Januar 1860.  Ein Sontag, oder auch Bosom Friend (Busenfreund… find ich niedlich) ist eine Art Schultertuch, das mit zwei Kordelsets an der Taille festgebunden wird und somit nicht verrutschen oder runterfallen kann. Ein dem Strickmuster ähnliches Kleidungsstück sieht man auf einem alten Foto, das ich auf Pinterest entdeckt habe. Ich habe den Sontag anlässlich einer Living-History-Veranstaltung bereits ausprobieren können und kann sagen, dass er sehr praktisch ist. Und wunderbar warm.

Die Anleitung für den Sontag habe ich online gefunden. Er ist einfach zu stricken, nur bei den Zu- und Abnahmen musste ich die Anleitung ein paarmal lesen, bis mir alles klar war. Das Würfelmuster besteht aus rechten und linken Maschen, also wirklich nicht kompliziert, aber hübsch. Der Rand des Tuches ist mit einigen Reihen Stäbchenmaschen umhäkelt. Das verleiht dem Tuchrand erstens etwas mehr Stabilität und sieht zweitens auch noch nett aus. Die Kordeln sind gedreht und am Ende mit Troddeln versehen. Dieses Projekt ist ein kleiner Garnfresser, alles in allem mussten fünfeinhalb Knäuel Wolle dran glauben. Es ist auch recht langwierig, gerade beim Rückenteil hatte ich das Gefühl, kaum vorwärts zu kommen. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum der Sontag auf dem UFO-Stapel landete. Aber jetzt ist er ja fertig und ich bin ganz zufrieden damit.

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Ein Tragefoto… der Sontag war die perfekte Ergänzung zu meiner schludrigen „Frühmorgens-Kaffeekoch-Kleidung“.
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Wachstuchtasche à la 1962

Juhuuu, ich hatte endlich eine Idee, wofür ich das Wachstuch mit Goldfischmotiv verwenden kann, das schon seit einigen Jahren in meinem Stoffberg rumschwimmt!

Beim beswingten Allerlei hab ich eine Anleitung für eine Tasche gesehen, die aus einem Bastelbuch von 1962 stammt. Eigentlich ist die Anleitung zur Verarbeitung von Lederresten gedacht, oder man kann auch eine alte Tasche auseinandernehmen und aus dem Material dann die neue Tasche basteln. Beides ist für den Verwendungszweck, den ich für meine Tasche bestimmt habe, nicht so praktisch. Der Beutel soll nämlich als Kulturbeutel mit ins Schwimmtraining, wo er unweigerlich auch nass wird, was Leder nicht soo gut bekommt. Deshalb: Wachstuch. Die „Nähte“ am Beutel bestehen aus Taftband, das durch mit der Lochzange gestanzte Löcher gezogen wird. Die Löcher, durch die das Verschlussband des Beutels gezogen wird, habe ich mit Metallösen verstärkt und habe mit diesen auch gleich den Henkel befestigt. Beim Boden sowie dem Henkel habe ich das Wachstuch doppelt genommen, das macht das Ganze einiges stabiler.

Heute habe ich den Beutel auch gleich einem Testlauf unterzogen, ich finde ihn sehr praktisch, und bisher hat sich auch noch nichts wieder gelöst (ich war skeptisch, ob das Taftband die Verschlussknoten an den Enden der Nähte halten wird).

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Patchworkdecke: Fortschritt #2

Ein ganz kleines Update zu meiner Patchworkdecke: Sie wächst langsam, aber stetig. Es fehlen mir nur noch 99 Sechsecke, bis ich die benötigten 604 Exemplare beieinander habe. Beim Zusammennähen bin ich etwas weniger vorwärts gekommen; dort bin ich noch nicht ganz in der Hälfte angelangt, bisher sind 263 der Hexagone verarbeitet. Da werde ich noch ein Weilchen dran sitzen, aber das passt schon.

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